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09.01.2014 00:00 Alter: 6 yrs
Kategorie: Infobrief Fachberater

Infobrief Januar 2014

Alles Gute im Neuen Jahr ! Allen Leserinnen und Lesern des Infobriefes wünsche ich ein glückliches und gesundes Neues Jahr. Viel Erfolg mit den Bienen und möglichst wenig Melezitosehonig.


» Der Winter, der bisher fast ein Frühling war
Im Oberrheintal sind die ersten Haselnusshecken in Vollblüte. Die Bienen tragen Pollen ein. Entsprechend dürfte es mit der Brut aussehen. Wohl dem, der noch die relative Kälte vor Weihnachten zur Träufelbehandlung genutzt hat. Aber das Wetter wird nicht so bleiben. Wir müssen wohl mit einer Neuauflage des Winters 2011/12 rechnen, der erst im Februar kalt wurde - mit bis zu -15°C aber dann richtig. Die Bienen haben das damals gut weggesteckt, soweit sie über genügend Volksstärke und Futtervorräte verfügten. Die Landwirtschaft hatte es da härter getroffen mit ausgefrorenem Wintergetreide und dem Verlust vieler, meist Ziergehölze, die vor dem Wintereinbruch zu stark ausgetrieben hatten. Es wird also noch spannend. Seriöse Vorhersagen sind nicht zu treffen. Hoffen wir, dass alles klimpflich verläuft.


» Varroabekämpfung 2013
Die Umstellung des Varroabekämpfungskonzeptes Baden-Württemberg im vergangenen Jahr hat manche Imker etwas verunsichert. Dieser Entscheidung lagen aber jahrelange Untersuchungen mehrerer Institute zu Grunde. Dennoch ist es jetzt im Nachgang wichtig, über Erfolge aber auch Misserfolge in der praktischen Anwendung Bescheid zu wissen. Gradmesser des Erfolges ist der Zustand der Völker bei der Winter-Träufelbehandlung und der Milbenabfall mind. 4 Tage danach. Milbenzahlen bis in den niedrigen dreistelligen Bereich können als tolerabel angesehen werden. Ginge der Milbenabfall nach der Winterbehandlung darüber hinaus, gar in die Tausend(e), könnte eine schlechte Wirksamkeit der Ameisensäurebehandlung im Spätsommer vorgelegen haben. Hier sollte auch Reinvasion von un- oder schlechtbehandelten Nachbarständen in Betracht gezogen werden.

Im Moment liegen mir keine Nachrichten von größeren Völkerverlusten vor. Ausnahmen sind vielleicht einige Schwarzwaldtäler, in denen die Tanne besonders lange gehonigt hat und den Imkern eine Abwanderung nicht möglich war (z.B. Standortimker). Die Nutzungsdauer der Tannentracht sollte ohnehin in die Beurteilung des Völkerzustandes mit einbezogen werden. Um sich einen groben Überblick verschaffen zu können, wie sich die Umstellung auf die 60%ige Ameisensäure ausgewirkt hat, bitte ich Sie, liebe Infobriefleser, mir einen kurzen Erfahrungsbericht zu schicken (2-3 Sätze), wenn Sie folgendes gemacht haben:

1. Nachtrachtbehandlung mit Ameisensäure 60% ad us.vet. mit Liebig-Dispenser oder Nassenheider Verdunster nach dem Varroabekämpfungskonzept Baden-Württemberg.

2. Grobe Auswertung des Milbenabfalls nach der Winter-Träufelbehandlung. Über Ihre Rückmeldung unter dem Stichwort (als Betreff in der E-Mail angeben): „Varroaumfrage 2013“ würde ich mich sehr freuen.


»
Meisterprüfung 2015 in Baden-Württemberg
Das Regierungspräsidium plant als zuständige Behörde, im nächsten Jahr eine Meisterprüfung im Beruf des Tierwirts, Fachrichtung Imkerei (früher: Imkermeister) durchzuführen. Dazu findet am 31. Januar 2014 um 14:00 Uhr eine Info-Veranstaltung statt, die unter anderem über Anforderungen und Ablauf der Meisterprüfung informieren soll. Interessenten wenden sich bitte an Herrn Matthias Wörner-Hornberger, Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 31, Ruppmannstr. 21, 70565 Stuttgart. Tel. (0711) 904-13105

Weitere Informationen und Anmeldetermine finden Sie auch hier auf der Homepage unter:
lvwi.de/der_lvwi_informiert0.html?&tx_ttnews[tt_news]

 

Mit freundlichen Grüßen 

Armin Spürgin
Fachberater für Imkerei

Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung Landwirtschaft, Ländlicher Raum
Veterinär- und Lebensmittelwesen
Postfach
79095 Freiburg
oder
Bertoldstraße 43
79098 Freiburg

Telefon: 07 61 / 2 08 - 12 85
Fax:      07 61 / 2 08 - 12 36
Mobil:    01 75 / 7 24 82 00  

armin.spuergin(at)rpf.bwl.de

 


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