< Infobrief Juni 2014
16.07.2014 00:00 Alter: 5 yrs
Kategorie: Infobrief Fachberater

Infobrief Juli 2014

Es bleibt abzuwarten ob der Wald weiter honigt, bzw. an manchen Standorten überhaupt erst zu honigen beginnt. Wo dies der Fall ist und die Tracht genutzt werden soll, müssen die Völker unbedingt mit einer geölten Gemülleinlage auf Varroabefall kontrolliert werden.


Bienenpflege

Hier blühen: Spargel, Weißklee, Phacelia, Kanadische Goldrute (Blühbeginn).
Wetteraussichten: Nach kühler Regenperiode soll sommerliches Wetter zurückkehren.

 

 

Nachdem die wichtigsten Blütentrachten beendet sind, müssen die Jungvölker regelmäßig gefüttert werden. Bei Mittelwanderweiterung mit Zuckerwasser 1:1, bei Wabenerweiterung kann auch Honigzuckerteig oder Fondantfutterteig eingesetzt werden.
Wirtschaftsvölker außerhalb der Tracht sind auf den Wintersitz zu bringen um mit der ersten Ameisensäurebehandlung beginnen zu können. Wenn keine weitere Trachtnutzung vorgesehen oder möglich ist, muss die Behandlung mit Ameisensäure auf jeden Fall spätestens Ende dieses Monats begonnen werden!

Trachtvölker auf Milbenbefall kontrollieren

Es bleibt abzuwarten ob der Wald weiter honigt, bzw. an manchen Standorten überhaupt erst zu honigen beginnt. Wo dies der Fall ist und die Tracht genutzt werden soll, müssen die Völker unbedingt mit einer geölten Gemülleinlage auf Varroabefall kontrolliert werden. Bei Einzelvölkern kommt man mit der Puderzuckerdiagnose zu einem schnellen und sicheren Ergebnis. Beide Diagnosemethoden sind nachzulesen in der Schulungsmappe „Grundwissen für Imker“, Kapitel 10-02-03. Liegt der tägliche, natürliche Milbenabfall bei über 5, bzw. bei der Puderzuckerdiagnose bei über 5 je Probe, sollte von einer weiteren Trachtnutzung abgesehen werden. Diese Völker sollten umgehend abgeschleudert und einer alsbaldigen Varroabehandlung unterzogen werden, am besten mit Ameisensäure 60% ad us.vet. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier: https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/

Bestandsbuch führen

Wie alle Tierhalter müssen auch die Imker die Behandlung ihrer Tiere mit apothekenpflichtigen Behandlungsmitteln in ein Bestandsbuch eintragen.

Dazu zählen u.A.:

Zur Nach-Tracht-Sommerbehandlung:
- ApiLife VAR und alle anderen zugelassenen Thymolpräparate
- Ameisensäure 85%, soweit mit Rezept des Tierarztes über Apotheke bezogen (z.B. Restbestände aus dem Bezugsverfahren bis 2012)

Zur brutfreien Winterbehandlung:
- Oxalsäuredihydrat 3,5% (m/V) ad us.vet. (Serumwerk Bernburg) und Oxuvar


Das Bestandsbuch-Formular kann man auf der Internetseite des LV Badischer Imker herunterladen, in elektronischer Form zum Ausfüllen am PC oder einfach zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen. http://www.badische-imker.de/service/formulare/bestandsbuch/index.html

Broschüre zur Imkerei in Baden-Württemberg

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat eine Broschüre im DIN A4-Format mit dem Titel „Imkerei in Baden-Württemberg – Hobby, Genuss, Natur“, herausgegeben. Damit soll mehr Menschen Lust auf die aktive Arbeit mit Bienen gemacht werden, wie Minister Alexander Bonde im Vorwort schreibt. Hier kann man die Broschüre als PDF herunterladen oder bestellen:

http://www.mlr.baden- wuerttemberg.de/content.pl?ARTIKEL_ID=5452&TEMPLATE=broschueren.html

Mit freundlichen Grüßen
Armin Spürgin
Fachberater für Imkerei

Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung Landwirtschaft, Ländlicher Raum,

Veterinär- und Lebensmittelwesen

Postfach
79095 Freiburg
oder
Bertoldstraße 43
79098 Freiburg
Telefon: 07 61 / 2 08 - 12 85

Fax:   07 61 / 2 08 - 1399
Mobil: 01 75 / 7 24 82 00

Mailto:armin.spuergin(at)rpf.bwl.de


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